Growth Design - Der nächste Marketing Hype?

Growth Design - in Deutschland noch eher bekannt unter dem Begriff "Growth Hacking" - erlangt unter Marketern und Gründern immer mehr Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt auch durch die Veröffentlichung des Buches Hacking Growth von Sean Ellis und Morgan Brown gewinnt Growth Design weltweit mehr und mehr Anhänger. Was es mit Growth Design auf sich hat, wieso sich jeder Marketer damit beschäftigen sollte und warum es definitiv das Zeug hat mehr als nur ein weiterer Hype zu sein erfährst du hier.

Was ist Growth Design?

Growth Design ist ein methodischer Ansatz um die Marketing Aktivitäten von Unternehmen in einem iterativen Prozess zu optimieren, dabei komplexe Probleme zu lösen und damit den ROI zu steigern.

Dabei unterteilt sich die Methode in 4 Phasen:

  1. Analyze
  2. Ideate
  3. Build
  4. Test

Growth Design besteht im Kern aus kontinuierlichen Experimenten. Die Experimente reichen dabei von der Anpassung der Farbe eines Buttons bis hin zur Umstrukturierung ganzer Prozesse. Sämtliche Entscheidungen werden dabei ausschließlich auf Basis von gesammelten Daten getroffen. Experimente werden hinsichtlich ihrer Performance mit der bestehenden Lösung verglichen und entsprechend bewertet.

Agiles Marketing - Kreieren, umsetzen, lernen

Unternehmen die auf Growth Design setzen verpflichten sich quasi ihre gesamten Marketing Aktivitäten dauerhaft auf die Probe zu stellen. In einem iterativen Prozess werden so immer wieder neue Experimente wie zum Beispiel die Kundenaktivierung nach einer Registrierung optimiert und beispielsweise mit A/B-Testings auf ihren jeweiligen Effekt geprüft.

Ein Growth Design Team ist dabei in der Regel interdisziplinär aufgestellt. Neben Marketern finden sich hier Designer, Produktmanager, Sales Mitarbeiter, Data Analysten und Entwickler. Im Growth Design geht es darum Dinge möglichst schnell umzusetzen und zu testen. Eines der größten Probleme von Marketingabteilungen in großen Unternehmen ist es, dass sie Dinge nicht auf die Straße bekommen, weil ihre Anforderungen im jeweiligen Product Backlog versinken. Growth Design weiß das bewusst zu verhindern und setzt daher auf die Zusammensetzung eines möglichst autarken Teams, das in der Lage ist Dinge schnell umzusetzen und zu lernen.

Die Ideen für Expiremente werden dabei gemeinsam im Team entwickelt. Diese können beispielsweise in einem Growth Sprint (Design Sprints) oder auf Basis der gewonnen Erkenntnisse aus vorangegangen Tests oder der bestehenden Daten im Unternehmen gewonnen werden.

Alle Ideen werden dabei in einem Impact-Effort-Raster bewertet. Scores von 0 bis 10 geben dabei an, wie leicht ein Experiment umzusetzen ist (Effort) und wie hoch das Team den entsprechenden Effekt (Impact) einschätzt. Die Änderung einer Button Farbe ist beispielsweise sehr einfach umzusetzen, der zu erwartende Effekt aber dementsprechend auch eher gering. Über das jeweilige Scoring ergeben sich so Prioritäten im Backlog der Experimente. Der Erfolg und Misserfolg der Experimente wird fortlaufend dokumentiert.

Wer verwendet Growth Design?

Growth Design wird bereits seit mehreren Jahren von verschiedensten Startups und von Unternehmen auf der ganzen Welt verwendet. Dazu gehören unter anderem Facebook, Dropbox, Twitter und LinkedIn.

Die Teams sind (je nach Größe des Unternehmens) in die jeweiligen verschiedenen Phasen der Customer Journey aufgeteilt. So gibt es beispielswiese eigene Teams für Acquisition, Activation, Retention, Referral und Revenue. Jedes Team hat den Auftrag die jeweilige Phase der Customer Journey zu optimieren.

Dadurch, dass in einem Growth Design Team sämtliche Kompetenzen für die Konzeption und die Umsetzung von Experimenten vorhanden ist, arbeiten die Teams auf der einen Seite sehr autark, sind aber trotzdem eng mit dem Rest des Unternehmens verbunden. Insbesondere in Großen Unternehmen gibt es insbesondere zwischen der Produktentwicklung und den Marketing Teams wenig Austausch. Growth Design trägt somit auch unmittelbar zur Unternehmenskultur bei. Insbesondere wenn die Resultate der Experimente mit dem gesamten Unternehmen geteilt werden.

5 Gründe warum jeder Marketer sich mit Growth Design beschäftigen sollte

Zum Schluss noch einmal die 5 wichtigsten Gründe, warum du dich mit Growth Design beschäftigen solltest:

  1. Mehr Geschwindigkeit
  2. Hohe Flexibilität
  3. Messbare Resultate
  4. Größere Skaleneffekte
  5. Mehr Erfolg

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